Nachhaltigkeit hat in der modernen Industrie an Bedeutung gewonnen. So auch im Sondermaschinenbau für die Fabrikautomation. Unternehmen suchen zunehmend nach Wegen, ihre Prozesse effizienter, ressourcenschonender und umweltfreundlicher zu gestalten. Doch wie hat sich der Gedanke der Nachhaltigkeit entwickelt, und wie kann er konkret im Sondermaschinenbau umgesetzt werden? Dieser Artikel gibt Einblicke in die Geschichte, Praxisbeispiele und Technologien, die Nachhaltigkeit in diesem Bereich vorantreiben.
Die Geschichte der Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist nicht neu. Er wurde erstmals 1713 von Hans Carl von Carlowitz geprägt, einem deutschen Forstwirtschaftler, der das Prinzip der „nachhaltenden Nutzung“ beschrieb. In seinem Buch „Sylvicultura Oeconomica“ betonte er, dass nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch Aufforstung nachwachsen kann.
Mit der Industrialisierung geriet dieser Ansatz jedoch in den Hintergrund. Der Fokus lag auf Wachstum und Produktivität, häufig auf Kosten der Umwelt. Erst im 20. Jahrhundert führte der steigende Ressourcenverbrauch zu einem Umdenken. Nachhaltigkeit entwickelte sich von einem forstwirtschaftlichen Konzept zu einer globalen Strategie, die Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft miteinander verbindet.
Nachhaltigkeit im Sondermaschinenbau: Ein Beispiel
Als Sondermaschinenbauer stehen wir in der Verantwortung, unseren Kunden energieeffiziente und ressourcenschonende Lösungen anzubieten. Dabei spielen auch die Einstellung und das Verhalten jedes Einzelnen im Unternehmen im Umgang mit Ressourcen eine Rolle. Wer sparsam mit Energie, Wasser und Material umgeht, bewusst einkauft und Verschwendung vermeidet – der wird automatisch auch bei der Maschinenplanung auf diese Punkte achten.
Ein eindrucksvolles Beispiel zeigt, wie Nachhaltigkeit im Sondermaschinenbau praktisch umgesetzt wird: Für einen Möbelhersteller wurde eine Hebeeinrichtung für die Möbelmontage entwickelt, die Teil einer Fertigungsstraße ist. Die Hebeeinheit wurde in der Konstruktion so entwicklet, dass der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert werden konnte.
Durch den Einsatz von Gegengewichten in der Hubeinheit konnte ein ursprünglich geplanter 20-kW-Motor durch einen deutlich kleineren 6-kW-Motor ersetzt werden. Die Gegengewichte übernehmen den Großteil der benötigten Hebearbeit, sodass der Motor sowohl beim Heben als auch beim Senken mit gleichmäßiger Kraft arbeitet.
Das Ergebnis ist ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit, denn nun kann ca. 16.800 kWh pro Jahr eingespart werden. Das entspricht einem Kostenersparnis von 5.040 € pro Jahr. Hinzu kommen die Anschaffungskosten für den 20 kW Elektromotor. Dieses Beispiel zeigt, dass schon durch einfache, durchdachte Maßnahmen erhebliche Einsparungen erzielt werden können.

Technologien für mehr Nachhaltigkeit im Sondermaschinenbau
Im Sondermaschinenbau gibt es eine Vielzahl von Technologien, die Nachhaltigkeit fördern. Hier sind einige wichtige Ansätze:
Karakuri Kaizen:
Die einfache und intelligent Automation von Vorgängen unter Berücksichtigung von grundlegenden physikalischen Prinzipien. Mit Karakuri Lösungen können Sie ganz ohne Energieeinsatz Prozesse automatisieren. Diese mechanische Automation bezeichnet man auch als Low Cost Automation.
Sensorik:
Moderne Sensoren überwachen Produktionsprozesse in Echtzeit, reduzieren Energieverluste und optimieren die Ressourcennutzung. Sie ermöglichen eine präzise Steuerung von Bewegungen, Temperaturen und anderen relevanten Parametern.
Rekuperative Systeme:
Maschinen, die beim Bremsen Energie zurückgewinnen und in das System einspeisen, reduzieren den Gesamtverbrauch erheblich.
Digitale Prototypen:
Um die bestmögliche Lösung für unsere Kunden zu entwickeln, werden unsere Anlagen virtuell getestet und Prozesse simuliert. Der sogenannte digitale Zwilling spart Material, Energie und Zeit, da mögliche Probleme bereits vor der physischen Umsetzung erkannt und behoben werden können. Außerdem können Änderungen nach dem Bau der Anlage zunächst am virtuellen Zwilling getestet werden, bevor das geänderte Programm aufgespielt oder mechanische Änderungen vorgenommen werden.
Fazit: Nachhaltigkeit als Schlüssel zum Erfolg
Nachhaltigkeit im Sondermaschinenbau ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die ressourcenschonende und effiziente Lösungen anbieten, können Betriebskosten senken, gesetzliche Anforderungen erfüllen und ihr Image bei Kunden und Partnern verbessern.
Lohnt sich das?
Welche Vorteile hat Roboterschweißen?
Reduktion von Fertigungskosten
Die Auftragsbücher sind voll, aber der Mangel an Schweißfachkräften macht es unmöglich alle Aufträge schnell abzuarbeiten. So lässt sich der Kunde nicht zufriedenstellen und Aufträge gehen verloren. Zum Abfedern des Mangels müssen Mitarbeiter Überstunden leisten. Das sorgt wiederrum für höhere Produktionskosten und mehr Unzufriedenheit. Ein Schweißroboter unterstützt Ihr Team. Durch Roboterschweißen sparen sie Überstunden, Personalkosten und Ressourcen ein.
Sicherheit
Beim Schweißen ist die persönliche Sicherheit ein absolutes muss. Bei Schweißarbeiten entstehen Dämpfe, die nachweislich krebserregend sind. Der Lichtbogen ist mehrere tausend Grand heiß, wodurch es häufig zu Brandverletzungen kommt. Diesen und weiteren Gefahren muss sich ein Schweißer nicht mehr aussetzen, wenn auf Roboterschweißen gesetzt wird. Doch auch hier gilt es Sicherheitsvorkehrungen treffen, wie beispielweise eine Schutzeinhausung.
Höhere Produktivität
Nach der Programmierung arbeitet ein Schweißroboter mit gleicher Geschwindigkeit, Rate und Schweißqualität. Er wird nicht müde und braucht keine Pausen. Es lohnt sich, Schweißarbeiten in Chargen erledigen zu lassen. Hier entfaltet Roboterschweißen sein ganzes Potenzial. Ganze Chargen können mit der passenden Automatisierungstechnik völlig automatisch bearbeitet werden. Roboterschweißen zeichnet sich durch eine konstante und reproduzierbare Schweißqualität aus – 365 Tage im Jahr.


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